Der Bullenmarkt ist noch stabil

Bitvavo
Bitvavo6. Mai 2025

Bitcoin hat sich im April gut erholt und konnte den Monat über dem entscheidenden langfristigen Durchschnitt schließen. Analysten sprechen schon von einem intakten Bullenmarkt, für Euphorie ist es jedoch noch zu früh. In unseren Market News untersuchen wir, was es für einen echten Durchbruch braucht.

Markt-Update

Der Monatsbeginn ist ein guter Zeitpunkt, einmal das Gesamtbild zu betrachten, und im Monats-Überblick werden zudem die größeren Bewegungen sichtbar.

Der April war kein schlechter Monat für Bitcoin. Der Preis stieg um 9 % und erreichte am Monatsende 83.200 EUR. Am 7. April fiel der Preis auf 67.400 EUR, also deutlich unter den 12-Monats-Durchschnitt. Dies ist der dominierende Durchschnitt im Monatsdiagramm – jener, der den langfristigen Trend angibt. Ein niedrigerer Monatsabschluss wäre ein starkes Indiz dafür, dass der Bullenmarkt vorbei ist.

Der 7. April war ein Tiefpunkt. Der kurzfristige Trend hat sich seitdem nach unten gedreht, während es langfristig weiterhin aufwärts geht. Trotz der Unsicherheit an den Finanzmärkten ist der Bullenmarkt weiterhin intakt.

Die Phase von November 2024 bis April 2025 könnte man als Konsolidierung zwischen dem Höchststand im März 2024 bei 67.400 EUR und der 100.000 EUR-Marke interpretieren. Werden wir in den kommenden Monaten eine ähnliche Rally erleben wie im Oktober 2023, Februar 2024 oder November 2024? Dann käme Bitcoin deutlich über die 100.000-EUR-Marke und der Kurs würde diese wichtige Hürde im Monatschart endgültig durchbrechen.

Im Fokus

Die grüne Seite von Bitcoin

Vielfach wird Bitcoin immer noch als eine umweltschädliche Branche angesehen. Doch dieses Bild ändert sich nun. Immer mehr Zahlen deuten darauf hin, dass das Netzwerk hinter Bitcoin nachhaltiger wird. Ein aktueller Forschungsbericht des renommierten Centre for Alternative Finance der Universität Cambridge (CCAF) zeigt: Inzwischen stammt mehr als die Hälfte der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Ressourcen. 

Der Bericht untersuchte 49 Mining-Unternehmen einschließlich großer börsennotierter Player wie Marathon und Riot. Zusammen verfügen sie über fast die Hälfte der globalen Rechenleistung des Bitcoin-Netzwerks. Das CCAF nutzte also eine breite Datenbasis.

Die Studie ergibt, dass beim Bitcoin-Mining mittlerweile 52,4 % der eingesetzten Energie aus klimafreundlichen Quellen stammen. Davon entfallen 42,6 % auf Quellen wie Wasser- und Windkraft und 9,8 % auf Atomkraft. Der Anteil fossiler Energieträger ist also geringer als oft angenommen. Kohle macht sogar nur noch unter 9 % aus; Erdgas ist indes zur größten fossilen Quelle geworden.

Das Forschungsteam ging anders vor als bisher üblich und bezog auch Off-Grid-Miner ein. Das sind Unternehmen, die etwa in der Nähe eines Wasserkraftwerks operieren oder überschüssiges Gas auf Ölfeldern nutzen. 

Neben dem Energieverbrauch untersuchte das Team auch Emissionen und Abfall. Ergebnis: Bitcoin-Mining verursacht 0,08 % der weltweiten CO₂-Emissionen. Stillgelegte Mining-Ausrüstung wird zu 87 % wiederverwendet oder recycelt – ein interessantes Detail in der Debatte um Elektroschrott.

Auch das Gesamtbild verändert sich. Die Forscher waren sich bewusst, dass Bitcoin-Mining zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen kann, indem es etwa bei hoher Energieproduktion einen flexiblen Stromverbrauch ermöglicht.

Kurz gesagt: Der Bericht bestätigt, was Experten und Forscher schon seit einiger Zeit beobachten: Das Bitcoin-Mining wird immer nachhaltiger und effizienter. Und so ist Bitcoin in den Augen von immer mehr Menschen nicht nur digitales Gold, sondern vielleicht auch ein überraschender Verbündeter in einem grüneren Energiesystem.

Weitere Nachrichten

  • Strategy verdoppelt den Einsatz bei Bitcoin. Der ursprüngliche "21/21-Plan" wurde Anfang Mai auf "42/42" verdoppelt. Bis 2027 will das Unternehmen für 84 Mrd. US-Dollar Bitcoin kaufen. Die eine Hälfte dieser Summe soll mit Aktien finanziert werden, die andere in Anleihen. Das Unternehmen besitzt nun 553.555 BTC (2,6 % des Gesamtbestands), die zu einem Durchschnittspreis von 68.448 US-Dollar erworben wurden. Laut Strategie-CEO Phong Le haben mittlerweile 70 börsennotierte Unternehmen eine Bitcoin-Strategie.

  • Drei amerikanische Finanzgiganten machen den nächsten Schritt in der Kryptowelt. Morgan Stanley, Charles Schwab und Goldman Sachs bauen ihr Angebot deutlich aus: Schwab will innerhalb eines Jahres Spot-Trading anbieten, Morgan Stanley arbeitet an einer Einführung über E*Trade und Goldman wird sich auf On-Chain-Geldmarktfonds und Kredite konzentrieren. Ein klares Signal: TradFi bereitet sich auf die nächste Phase der Kryptowährungs-Akzeptanz vor.

  • Visa und Mastercard bringen Stablecoin-Zahlungen in die Einkaufsstraßen. Visa bringt zusammen mit Bridge (von Stripe) Zahlungskarten auf den Markt, mit denen Sie Stablecoins bei jedem Visa-Händler ausgeben können. Zuerst in Lateinamerika, später weltweit. Mastercard baut unterdessen eine Infrastruktur auf, um Stablecoins an der Kasse zu akzeptieren, mit Unterstützung unter anderem von Circle, Paxos und OKX. Stablecoins schaffen also nun den Sprung von der Geldbörse in den Einkaufswagen.

  • BlackRock: "Bitcoin steht an erster Stelle, Ethereum kommt mit großem Abstand an zweiter Stelle." BlackRock-CIO Samara Cohen lässt keinen Zweifel: Institutionelle Anleger konzentrieren sich auf Bitcoin, nicht auf Ether oder Altcoins. Im Podcast Empire zeichnet sie das Bild von Anlegern, die keinen Hype wollen, sondern in einem fragilen Wirtschaftsklima einen sicheren Hafen suchen. Bitcoin wird also erwachsen – und die Wall Street schaut nicht länger weg.

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